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FLEIN zeigt, wie Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller und Blaufränkisch schmecken, bevor Gärung und Ausbau ihren Charakter verändern. Die sortenreinen Bio-Traubensäfte aus Österreich machen Rebsorte, Herkunft und Jahrgang ganz ohne Alkohol unmittelbar erlebbar.

Wer sich gern mit Wein beschäftigt, kennt irgendwann diese kleinen Unterschiede, an denen man hängen bleibt.

Sauvignon Blanc kann grün, kräutrig und zitrisch wirken. Gelber Muskateller duftet oft so unmittelbar floral, dass man die Rebsorte beinahe erkennt, bevor man überhaupt probiert hat. Blaufränkisch wiederum bringt Kirsche, Weichsel, dunkle Beeren und häufig eine ziemlich markante Säure mit.

Wir lernen, diese Unterschiede zu suchen. Wir vergleichen Jahrgänge, Böden, Regionen, Ausbauweisen.

Und irgendwann stellt sich eine erstaunlich einfache Frage:

Wie schmecken diese Rebsorten eigentlich, bevor aus ihnen Wein wird?

Bevor Hefe Zucker in Alkohol verwandelt. Bevor Gärung neue Aromen entstehen lässt. Bevor Maische, Fass, Flasche und Zeit ihren Teil zur Geschichte beitragen. Genau an diesem Punkt beginnt FLEIN.

Maria und Michael Groß aus der Südsteiermark erzeugen sortenreine Bio-Traubensäfte, bei denen Rebsorte, Jahrgang und Herkunft nicht zur Nebensache werden. Im Gegenteil: Sie bilden den Ausgangspunkt.

© Stella

Was FLEIN von gewöhnlichem Traubensaft unterscheidet

Bei Wein würden wir kaum akzeptieren, lediglich zwischen „weiß“ und „rot“ unterscheiden zu können.

Wir wollen wissen, ob Sauvignon Blanc, Riesling oder Muskateller im Glas liegt. Wo die Trauben gewachsen sind. Aus welchem Jahr sie stammen. Vielleicht sogar, auf welchem Boden.

Bei Säften sieht die Sache anders aus.

Dort begegnen einem meist Begriffe wie „weißer Traubensaft“, „roter Traubensaft“ oder „100 Prozent Direktsaft“. Vollkommen korrekte Angaben – nur erzählen sie wenig darüber, was eigentlich hinter dem Produkt steckt.

FLEIN überträgt einen Teil der Qualitätslogik des Weinbaus auf den Saft.

Die stillen Varianten werden sortenrein und jahrgangsbezogen abgefüllt. Die Trauben stammen aus eigens ausgewählten Weingärten, werden von Hand gelesen und biologisch bewirtschaftet. Regionstypische Rebsorten stehen im Mittelpunkt.

Die Idee dazu entstand innerhalb der Familie Groß. Als Nika Mitteregger, die Schwester von Michael Groß, während ihrer Schwangerschaft nach einem passenden Getränk suchte, stellte sich die Frage, warum Traubensaft eigentlich so selten mit derselben Sorgfalt und Wertschätzung gedacht wird wie Wein.

2018 erschien der erste sortenreine Sauvignon-Blanc-FLEIN. Und damit wurde aus einer praktischen Frage ziemlich schnell eine sensorische.

© kein&low

Wie verändert die Gärung den Geschmack der Traube?

Wer Traubensaft und Wein nebeneinander probiert, merkt schnell: Die Antwort ist nicht einfach „Wein schmeckt weniger süß und hat Alkohol“.

Während der alkoholischen Gärung passiert aromatisch sehr viel.

Hefen wandeln Zucker in Alkohol um, gleichzeitig entstehen neue Aromastoffe oder bereits in der Traube vorhandene Vorstufen werden erst zugänglich. Was wir später als typischen Rebsortencharakter wahrnehmen, stammt deshalb nicht ausschließlich aus der frischen Beere.

Ein Teil steckt schon darin. Ein anderer entwickelt sich erst auf dem Weg zum Wein. Und genau deshalb ist es so interessant, Rebsorten vor dieser Transformation zu probieren. Man trinkt gewissermaßen eine frühere Version derselben Geschichte.

Beim Sauvignon Blanc lässt sich das besonders gut nachvollziehen. Viele jener Aromen, die wir mit der Rebsorte verbinden – etwa Grapefruit, Passionsfrucht oder Stachelbeere – werden während der Gärung deutlich mitgeprägt. Bestimmte Aromavorstufen liegen in der Traube zunächst vergleichsweise unauffällig vor und werden erst durch Hefen freigesetzt.

Beim Muskateller ist das anders. Hier steckt ein großer Teil des unverwechselbar floralen, muskatigen Duftes bereits unmittelbar in der Beere. Wer einmal eine reife Muskateller-Traube direkt vom Stock probiert hat, versteht sofort, warum diese Rebsorte als besonders aromatisch gilt.

FLEIN macht genau diese Unterschiede schmeckbar.

© Lupi Spuma

Sauvignon Blanc als sortenreiner Bio-Traubensaft

Sauvignon Blanc gehört zu den prägenden Rebsorten der Südsteiermark.

Beim FLEIN Sauvignon Blanc 2025 stammen die Trauben aus der Südsteiermark und der angrenzenden Štajerska Slovenija. Die ausgewählten Weingärten liegen auf rund 350 bis 400 Metern Höhe und auf kalkhaltigem Mergel.

Im Glas zeigt sich eine Aromatik, die vertraut wirkt und trotzdem anders als im Wein. Melisse, Stachelbeere, grüner Apfel und Limette treffen auf junge Erbsenschoten und Kräuter. Dazu kommt eine lebendige Säure, die dem natürlichen Fruchtzucker etwas entgegensetzt. Man erkennt Sauvignon. Aber man erkennt eben auch, wie sehr Gärung später noch an dieser Rebsorte arbeiten wird.

Das macht den Saft nicht zu einer Vorstufe, die auf ihre Vollendung wartet. Vielmehr zeigt er einen eigenen Zustand der Traube, den man sonst kaum bewusst probiert.

FLEIN Sauvignon Blanc 2025 entdecken

Gelber Muskateller als aromatischer Bio-Traubensaft

Beim Gelben Muskateller ist der Effekt fast gegenteilig. Schon in der Traube steckt so viel charakteristische Aromatik, dass man die Rebsorte schnell wiedererkennt.

Der FLEIN Gelber Muskateller 2025 zeigt Holunder, Orangenblüte und Muskat. Am Gaumen kommen Grapefruit und kandierte Zitronenzeste dazu, getragen von einer straffen Säure. Hier versteht man sehr unmittelbar, was mit einer „aromatischen Rebsorte“ gemeint ist. Die Gärung muss diesen Charakter nicht erst erschaffen. Vieles davon ist längst da.

Gerade im direkten Vergleich mit Sauvignon Blanc wird FLEIN dadurch fast zu einer kleinen sensorischen Versuchsanordnung: Wie viel Charakter bringt eine Rebsorte selbst mit – und wie viel entsteht später im Keller?

FLEIN Gelber Muskateller 2025 entdecken

Blaufränkisch als Traubensaft aus dem Mittelburgenland

Beim Blaufränkisch wird die Geschichte noch einmal anders.

Die Trauben stammen nicht aus der Südsteiermark, sondern aus dem Mittelburgenland. Maria und Michael Groß arbeiten dafür mit der Familie Weninger in Horitschon zusammen. Die ausgewählten FLEIN-Gärten liegen auf kalkhaltigen Lehm- und Tonböden. Auch hier wird sichtbar, wie ungewöhnlich der Ansatz für Traubensaft eigentlich ist.

Nicht einfach „roter Saft“, sondern Blaufränkisch als dunkler Rosé. Jahrgang 2025. Sensorisch zeigen sich Cranberry und Granatapfel, schwarzer Holunder, Kirsche und Weichsel sowie florale und würzige Noten.

Wer Blaufränkisch als Wein kennt, erkennt einiges wieder: Kirsche, Säure. Die dunkle Frucht und Würze fehlt ein wenig, dafür entdeckt man eine ganz neue Leichtigkeit, die dem Blaufränkisch einen ganz neuen Charakterzug gibt.

FLEIN Blaufränkisch 2025 entdecken

Warum gute Traubensäfte im Weingarten beginnen

Ein wesentlicher Teil der Arbeit passiert bei FLEIN nicht erst im Keller. Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Denn bei einem unvergorenen Getränk bleibt der natürliche Zucker der Traube erhalten. Es gibt keine alkoholische Gärung, die einen großen Teil davon umwandelt. Damit wird die Säure entscheidend.

Zu spät gelesene, sehr reife Trauben können viel Zucker und wenig Spannung mitbringen. Für einen ausgewogenen Saft braucht es deshalb einen anderen Blick auf den richtigen Erntezeitpunkt. Bei FLEIN werden Parzellen gezielt für die Saftproduktion ausgewählt. Die Trauben werden von Hand gelesen, Erträge werden reduziert und der Zeitpunkt der Ernte wird so gewählt, dass Frucht, Zucker und Säure in Balance bleiben.

Nach der Lese folgt eine besonders sanfte Pressung. Die FLEIN-Charta sieht einen Auspressungsgrad von 55 Prozent vor. Damit sollen unerwünschte Bitterstoffe und unreife Noten möglichst zurückgehalten werden. Auch das erinnert stärker an Weinbau als an das klassische Bild von Saftproduktion.

© kein&low

FLEIN Fizz Blanc: prickelnder Bio-Traubensaft

Interessant wird es auch dort, wo FLEIN das sortenreine Prinzip verlässt.

Die prickelnden FLEIN Fizz dürfen als Cuvées gedacht werden. Beim aktuellen Fizz Blanc 2025 treffen Welschriesling und Gelber Muskateller aufeinander. Zitrus, Melone, weiße Blüten, Verbene, Birne und grüner Apfel verbinden sich mit einer feinen Perlage und einem lebendigen Säurespiel.

Damit verändert sich die Ausgangsfrage ein wenig.

Beim Sauvignon Blanc, Muskateller oder Blaufränkisch geht es darum, eine Rebsorte möglichst unmittelbar kennenzulernen. Beim Fizz geht es um das Zusammenspiel der Rebsorten: Welche Sorten ergänzen sich? Welche bringt Duft, welche Frische, welche Struktur?

Die Kohlensäure tut ihr Übriges. Sie lässt den natürlichen Zucker der Trauben weniger präsent erscheinen. Nicht, weil sie ihn verschwinden lässt, sondern weil sie ihm etwas entgegensetzt: Säurereiz, Prickeln und Frische. Die Wahrnehmung verschiebt sich – weg von der reinen Fruchtsüße, hin zu mehr Spannung und Leichtigkeit.

So werden beim Fizz nicht nur Rebsorten aufeinander abgestimmt, sondern auch mit Säure, Süße und Textur. Spätestens hier wird deutlich, warum „Traubensaft“ zwar vollkommen richtig ist, aber nur einen Teil der Geschichte erzählt.

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Traubensaft mit Rebsorte, Jahrgang und Herkunf

FLEIN versucht nicht, Wein nachzubauen. Die Getränke stehen auch nicht im Wettbewerb mit Wein. Spannend werden sie dort, wo man sie als eigene Perspektive auf die Traube versteht.

Und so ist das vielleicht auch die schönste Art, FLEIN zu verstehen:

Wein erzählt, was aus einer Traube werden kann. FLEIN erzählt, wie viel schon vorher in ihr steckt.

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